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Portrait von Lutz Eggebrecht, Rechtsanwalt für Vertriebsrecht un Gewerblichen Rechtsschutz, LEGAL IMAGE

Lutz Eggebrecht

Rechtsanwalt
Rechtsgebiete: Recht des Handelsvertreters und des Versicherungsagenten · Vertriebsrecht und Gewerblicher Rechtsschutz
Dr. Heinicke, Eggebrecht, Ossenforth & Kollegen
Baierbrunner Str. 23
81379 München
089 5522 6131

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Vita

ZUR PERSON

Lutz Eggebrecht wurde am 31. Dezember 1952 in München geboren.

STUDIUM

Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität in München

1978

Erstes juristische Staatsexamen 

1981

Beendigung Referendarszeit 
Zweites juristisches Staatsexamen

BERUFLICHER WERDEGANG

Seit 1981

Lutz Eggebrecht arbeitet als selbstständiger Rechtsanwalt

1988

Gründung der eigenen Sozietät mit Rechtsanwalt Dr. Günther Heinicke mit Schwerpunkt Vertriebsrecht

1988

Vertrauensanwalt der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb e.V. Bayern

2008

Vertauensanwalt des Instituts für Versicherungskaufleute (ivK e.V.)

2009

Mitglied des Kompetenzteams Arbeiterkreis Vertretervereinigungen der Deutschen Assekuranz e.V. (AVV)

Portrait

Die Tür des Konferenzraumes im vierten Stock des 1960er-Gebäudes in der Karlsstraße 5 fliegt auf. Ein Mann in den besten Jahren, mit dunkelblondem Lockenkopf tritt ein: Herr Rechtsanwalt Lutz Eggebrecht. Das gelbe Hemd trägt er ohne Krawatte und auch seines Sakkos hat er sich bald entledigt: Lässig wirft er es auf den Stuhl neben sich. Um die blauen Augen hinter der Brille mit schwarzem Metallgestell tänzeln kleine Lachfalten. Als er sich nach einem kräftigen Händedruck und warmen Lächeln auf einem der sechs Stühle am großen, grau melierten Steintisch niederlässt, ist eines schon mal sicher: Dieser Mann hat nichts von dem, was man gemeinhin unter einem typischen Anwalt versteht.

Unbekannte Wesen Anzugträger.

Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn er von den Anfangsgründen seines Berufs erzählt. Während des Studiums an der LMU in München, das er 1973 beginnt, erscheint Lutz Eggebrecht der Betrieb an der Münchner Elite-Uni zu sehr auf die Masse ausgerichtet: „Da drängen über 1000 Studenten pro Semester in die überfüllten Hörsäle.“ Sitzplätze ergatterten hier nur Frühaufsteher, die bereits im Studium mit Koffer und Anzug erscheinen. Kommilitonen, mit denen Lutz Eggebrecht wirklich nichts anzufangen weiß. Als das Examen naht, besucht er - wie übrigens mehr als 70 Prozent aller Jurastudenten in Deutschland auch - ein kostenpflichtiges, privatwirtschaftliches Repetitorium eines „Paukers“. Denn Eggebrecht weiß: Nur zwei Antritte sind möglich. Aber es klappt auf Anhieb.

Referendar, Superstar.

Die an das bestandene Examen anschließende, dreijährige Referendarszeit ist Lutz Eggebrecht in guter Erinnerung geblieben: „Man bekommt etwas bezahlt, darf überall mitmischen, lernt intensiv dazu,  muss aber noch keine Verantwortung übernehmen – eine großartige Zeit!“, erzählt der Rechtsanwalt und lächelt dabei schelmisch. So schreibt er Gutachten, Urteile bei der Strafjustiz, am Oberlandesgericht und auch beim Europaparlament in Straßburg sammelt er Erfahrungen. Doch die schöne Zeit geht im Flug vorbei und das zweite Staatsexamen steht vor der Tür.

Das Jahr der großen Ereignisse.

1981 ist ein Jahr der Veränderungen im Leben des Lutz Eggebrecht. Er besteht nicht nur das zweite Staatsexamen - ganz nebenbei heiratet er, wird zum ersten Mal Vater, zieht um, sucht und findet seinen ersten Job. Lutz Eggebrecht schreibt keine Bewerbungen, er zieht persönlich los und klingelt an den Türen der Kanzleien mit den Worten: „Hallo, ich habe das Examen, braucht ihr vielleicht Hilfe?“ Und so ist er im wahrsten Sinne des Wortes zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Denn eine Kanzlei stellt Lutz Eggebrecht sofort ein.

Versicherungsagenten sind eine tolle Klientel, weil sie miteinander reden.

Die Zukunft beginnt jetzt.

Es ist eine harte Schule, durch die Lutz Eggebrecht fortan in seiner ersten Kanzlei zu gehen hat. Aber er lernt viel in diesen sechs ersten Jahren – die Aufgaben in der Kanzlei mit Schwerpunkt Mietrecht, Baurecht und Strafrecht sind vielfältig. Es ist auch die Zeit, in der Eggebrecht Günther Heinicke kennenlernt - eine Freundschaft, die für ihn in Zukunft noch sehr bedeutend sein wird.

Der Weg zum Erfolg.

Nach den Lehrjahren folgen die Herrenjahre – so oder so ähnlich könnten die Gedanken des Lutz Eggebrecht gewesen sein, als er sich 1988 schließlich selbstständig macht. Gemeinsam mit Günther Heinicke mietet er sich in die Widenmayerstraße ein. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, denn schon nach den ersten Monaten kann die Kanzlei ein ordentliches Plus verzeichnen. Bald übersiedelt man ins „Schweizer Sortiment“ in der Ottostraße. Besser, weiter, größer scheint das Motto der Kanzlei zu sein und so mündet die Geschichte vorerst in der Gründung von Heinicke, Eggebrecht, Ossenforth und Kollegen und dem Umzug in die repräsentative Kanzlei am Karlsplatz. Zu groß will die Kanzlei allerdings nicht werden, aber ein „Unterbau“, wie Lutz Eggebrecht es nennt, muss noch her. „Schließlich sind wir auch nicht mehr die Jüngsten, deshalb brauchen wir junge Anwälte, die unsere Kanzlei weiterführen“, ergänzt Lutz Eggebrecht nachdenklich.

Allroundtalent mit Spezialisierung.

Anfangs ist Lutz Eggebrecht noch sehr breit in verschiedenen Rechtsgebieten aufgestellt, angefangen beim Zivil- bis hin zum Strafrecht, doch durch die guten Kontakte zur Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb e.V. (CDH) kristallisiert sich für Lutz Eggebrecht immer mehr ein Schwerpunkt heraus: das Vertriebsrecht. Schnell wird er zum Vertrauensanwalt des CDH ernannt. „Versicherungsagenten sind eine tolle Klientel, weil sie miteinander reden“, erklärt Eggebrecht. Eine Tatsache, die ihm nach den Anfangserfolgen immer mehr Fälle bringt. Schon bald wird der Spezialist auch als Referent oder Berater von großen Institutionen wie dem Arbeitskreis der Vertretervereinigung (AVV) immer gefragter. Ein Umstand, der Eggebrecht deutschlandweit zu guten Mandaten verhilft.

Mission David gegen Goliath.

So viele Mandanten Lutz Eggebrecht auch betreut, eines verliert er nie aus den Augen: die Menschen hinter dem Fall.

Segel hoch und ab in den Kurzurlaub.

„Oft versuchen Unternehmen die kleinen Vertreter unterzubuttern“, erzählt Eggebrecht. 
Und weiß vom Fall einer Versicherungsagentin zu berichten, die trotz solider Berechnungen ihrer Provisionen jeden Monat mehr ins Minus rutscht. Unerklärlich für die Agentin, schließlich berechnet sie ihre Provisionen aus dem zugesicherten Bestand der Versicherungsverträge, die ihr bei der Gründung versprochen wurden. So nimmt sie, im Vertrauen auf die Richtigkeit ihrer Einnahmen, auch Vorschüsse ihres Auftraggebers in Anspruch. Ein Teufelskreis beginnt, denn die Einnahmen stimmen mit ihren Berechnungen nicht überein und bald benötigt sie auch Zuschüsse. Verzweifelt wendet sie sich an Lutz Eggebrecht. Gemeinsam bringen Sie schließlich Licht ins Dunkel: Nicht ihre Berechnungen, sondern der von der Versicherung zugesicherte Bestand war, unter anderem durch „tote“ Verträge, fehlerhaft. Lutz Eggebrecht klagt und das Gericht gibt ihm recht. Die Versicherungsagentin ist vor der drohenden Insolvenz gerettet.

Das Schwert des Damokles: die fristlose Kündigung.

„Wussten Sie eigentlich, dass 95 Prozent der vom Unternehmer ausgesprochenen fristlosen Kündigungen unwirksam sind?“, hakt Lutz Eggebrecht ein. „Wenn einer nicht spurt, dann fliegt er raus – auch als abschreckendes Zeichen für die anderen. Irgendeine Begründung fällt dem Unternehmer im Nachhinein dann schon ein“, erzählt Eggebrecht aus seinem Nähkästchen. Bei fristloser Kündigung erhält der Agent mit sofortiger Wirkung keine Provision mehr. Wie im Fall eines Mandanten, dessen Aufgabengebiet durch eine Fusion ganz plötzlich erweitert wird. Nun soll der Versicherungsagent zusätzlich Bankkredite vermitteln – ein Bereich, den er mit seinem Know-how nicht gut bedienen kann. So beauftragt er auf Provisionsbasis externe Vermittler. Zur Zufriedenheit aller stellen sich tolle Umsätze ein. Doch das Gesetz besagt, dass die Legitimation, also die Identitätsfeststellung des gewonnenen Kunden, nur vom Versicherungsagenten höchstpersönlich vorgenommen werden darf – und nicht von dem zwischengeschalteten Vermittler. Ein Umstand, über den niemand Bescheid wusste, auch der Filialleiter nicht. Dennoch spricht er dem Agenten die fristlose Kündigung aus, droht ihn bei der AVAD, einer Art Schufa-Auskunft über Versicherungsagenten, als fristlos gekündigt zu melden. „Viele schrecken aus Angst vor einer AVAD-Meldung vor der Klage zurück“, ärgert sich Eggebrecht. Doch dieser Agent vertraut sich Lutz Eggebrecht an – und gewinnt.

Patchwork deluxe im Hause Eggebrecht.

Auf die Frage hin, was der Vater dreier Söhne im Leben unbedingt noch machen möchte, wird Lutz Eggebrecht nachdenklich. Er nimmt die Brille ab und der Blick seiner blauen Augen wird ernst: „Wissen Sie, früher wollte ich in der Pension ein halbes Jahr mit dem Segelboot in der Ägäis herumschippern. Oder mit dem Motorrad über den Highway No1 quer durch Amerika.“ Aber all das ist ihm heute nicht mehr so wichtig. Heute zählt für Lutz Eggebrecht vor allem eines: Gesundheit. Und Zeit für seine Familie. So gehen insgesamt sechs erwachsene Kinder im Hause Eggebrecht ein und aus – seine eigenen drei Söhne und die drei Kinder seiner zweiten Frau. „Und natürlich das Segeln!“, ergänzt Eggebrecht schließlich, als wäre ihm sein liebstes Hobby beinahe entfallen. Dabei liegt am Chiemsee ein Segelboot vor Anker, das er sich mit zwei Freunden teilt. So lebt Eggebrecht auch am Wochenende nach dem Gesetz, allerdings einem ungeschriebenen: „Segel hoch und ab in den Kurzurlaub!“

3 Fragen

Was ist aus Ihrer Sicht das größte Ärgernis im Justizalltag?

Die Beschränkung des Instanzenzuges im Zivilprozesserecht durch §522 ZPO - eine Beschlußverwerfung ohne mündliche Verhandlung.

Welches ist für Sie das meist ersehnte Gesetz?

Die Vereinfachung des Steuerrechtes.

Nennen Sie uns die aus Ihrer Sicht unsinnigste Vorschrift.

Die unverständliche Formulierung des Art. 229 EGBGB §12.

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