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Wellensittich-Experte entpuppt sich als dreister Plagiator.

Elke S.* ist froh, ihre Diplomarbeit endlich unter Dach und Fach zu haben:

Monatelange Arbeit liegt hinter ihr: In dieser Zeit hat sie sich ausschließlich mit dem Thema „Kommunikation mit Wellensittichen“ beschäftigt.

Sie hat Bücher gewälzt, mit Experten gesprochen – und sich für den empirischen Teil ihrer Arbeit unzählige Male auf die Reise quer durch Deutschland gemacht, um die unterschiedlichsten Wellensittiche und ihre Halter zu beobachten. So erscheint es ihr auch als besonderes Glück, den renommierten und in der Öffentlichkeit bekannten Experten für das Kommunikationsverhalten von Wellensittichen, Christian P.*, zu ihrem Bekanntenkreis zu zählen: Sie besucht mehrere seiner Seminare zu diesem Thema und übergibt ihm schließlich ihre Arbeit nach der Fertigstellung, um seine Expertenmeinung zu ihrer Diplomarbeit einzuholen.

 

Böses Erwachen.

Einige Zeit später, ihre Diplomarbeit ist längst gedruckt, gebunden und eingereicht, fällt Elke S.* durch Zufall ein Sachbuch mit dem Titel „Ihren Wellensittich verstehen“ in die Hände. Autor: Christian P.*. Neugierig blättert die junge Frau durch die Seiten des Buches – und ist mehr als erstaunt. Der Inhalt ist Elke S.* in großen Teilen sehr bekannt. Hat der Experte ihre Arbeit für sein Buch verwertet? Elke S.* beginnt Seite für Seite mit den Inhalten ihrer Diplomarbeit zu vergleichen: mit ernüchterndem Ergebnis. Die gesamte Arbeit findet sich vollständig und nahezu unverändert in dem Expertenbuch wieder.

 

Experte gibt sich uneinsichtig.

Elke S.* ist empört – sie will Klarheit. Und vor allem will sie ihren Anteil aus dem Buchverkauf, schließlich hat sie mehrere Monate ihres Lebens darauf verwendet, die Inhalte zusammenzutragen. Doch Christian P.* ist sich keiner Schuld bewusst, er bestreitet die Vorwürfe. Seiner Meinung nach hat wenn, dann doch wohl Elke S.* von seinen Vorträgen und seiner Unterstützung während ihrer Diplomarbeit profitiert. Elke S.* ist verzweifelt – doch für eine Klage fehlen ihr die finanziellen Mittel. So geht ihr Anwalt den Weg über eine Prozessfinanzierung. Nach eingehender Prüfung des Falles, sagt LEGIAL schließlich die Finanzierung des Prozesses zu: Das Unternehmen bewertet die Erfolgschancen der Klage als hoch. Als der Experte und seine Anwälte von der Unterstützung des Prozessfinanzierers erfahren, sieht die Welt ganz anders aus: Plötzlich scheint Christian P.* an einem außergerichtlichen Vergleich interessiert. Und siehe da: Elke S.* erhält schließlich einen mittleren fünfstelligen Betrag von Christian P.*.

 

Erscheinungsdatum: 27.02.2012
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