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In vino veritas.

Alexander W. war schon immer ein großer Weinliebhaber. Ein eigenes Unternehmen, das exquisite Weine vertreibt, war ein Traum, den er sich vor langer Zeit erfüllte. Das Geschäft floriert – der Vertrieb für die Weine einer Winzergenossenschaft liegt in der alleinigen Hand seines Unternehmens, und das schon über Jahrzehnte. Doch schlagartig ändert sich alles…

Eines Tages kündigt die Winzergenossenschaft Alexander W. den Vertrag fristlos mit der Begründung, er habe auf eigene Rechnung Eiswein Dritter vertrieben und damit gegen die Vereinbarungen des Exklusivvertrags verstoßen. Aus seiner Sicht absolut unbegründet, da die Weingenossenschaft selbst keinen Eiswein herstellt.

Ein indiskutabler Vergleich

So klagt Alexander W. gegen die fristlose Kündigung und macht Ansprüche auf Zahlungen ausstehender Provisionen und Ausgleich für den wirtschaftlichen Schaden in Höhe von 1,25 Millionen Euro geltend.

Das Gericht schlägt einen Vergleich über 400 000 Euro vor. W. lehnt mit großem Unmut ab – sehr zum Bedauern der Winzergenossenschaft, die liebend gern auf das Angebot eingegangen wäre. Alexander W. sieht sich im Recht und ist sich sicher, den Prozess zu gewinnen. Er klagt auf die volle Summe. Schließlich geht es auch um seine Existenz.

Doch es kommt anders, als er vermutet: In erster Instanz weist das Landgericht nicht nur seine Klage ab, es gibt sogar der Widerklage der Winzergenossenschaft gegen ihn statt.

Alexander W. versteht die Welt nicht mehr. Völlig fassungslos über das Urteil, sieht er seine Existenz massiv bedroht. Doch das finanzielle Risiko, gegen das Urteil Berufung einzulegen, ist viel zu groß für ihn. Auf Anraten seines Anwalts übergibt er den Fall der LEGIAL AG. Aus Sicht des Expertenteams erscheint der Fall aussichtsreich und so übernimmt es die Finanzierung des Prozesses.

Wer zuletzt lacht…

In zweiter Instanz überzeugt der Anwalt von Alexander W. das Oberlandesgericht, dass die Kündigung des Exklusivvertrags – aufgrund des Fehlens einer vorherigen Abmahnung – unwirksam ist. Diesmal stimmen beide Parteien einem Vergleich zu und der Kläger erhält eine Zahlung in Höhe von einer Million Euro. Für Alexander W. ein hervorragender Anlass, mit einem edlen Tropfen seiner Weine auf das Ergebnis anzustoßen.

Erscheinungsdatum: 16.10.2012
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