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Sturz mit schwerwiegenden Folgen.

An einem sonnigen Tag im August hat Stefan G. endlich mal wieder Zeit, sich der heimischen Gartenarbeit zu widmen – der Rasen muss gemäht und die Bäume zurückgeschnitten werden. Voller Elan macht sich Stefan G. ans Werk – bis alles ganz anders kommt…

Schicksalstag.

Nach mehreren Stunden Arbeit ist Stefan G. fast fertig: Nur noch ein Baum muss beschnitten werden – direkt an den Mülltonnen. Um auch an die höheren Zweige heranzukommen, holt er sich eine Stehleiter aus der Garage und beginnt mit seiner Arbeit in der Höhe. An einen Ast gelangt er besonders schlecht und muss sich ziemlich strecken. Es kommt, wie es kommen muss: Stefan G. verliert das Gleichgewicht. Er stürzt von der Leiter und schlägt genau mit dem Nacken auf die Kante der Mülltonne.

Falsche Diagnose.

Unter großen Schmerzen kommt Stefan G. im Krankenhaus an. Die Röntgenaufnahmen zeigen eine degenerative Veränderung der gesamten Wirbelsäule (Morbus Bechterew), eine Vorerkrankung Stefan G.s. Etwaige Frakturen, die durch den Sturz entstanden sein könnten, sind dadurch nicht ersichtlich. Um sicher zu gehen, müsste nun ein CT oder MRT durchgeführt werden – doch nichts dergleichen passiert. Im Glauben, dass alles in Ordnung ist, verlässt Stefan G. die Klinik. Doch der Schein trügt: Die Schmerzen im Halswirbelbereich plagen ihn weiter, schließlich hat er sogar neurologische Ausfallerscheinungen wie Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, unkontrolliertes Wasserlassen und Stuhlgang. Endlich veranlassen die behandelnden Ärzte eine radiologische Zweitmeinung in einem anderen Krankenhaus: Zu Stefan G.s Entsetzen – und entgegen der ersten Diagnose – stellen die Ärzte neben dem Morbus Bechterew ganz klar eine Fraktur der Halswirbelsäule fest. Leider viel zu spät: Bis zum heutigen Tag hat G. Schwächen in der Feinmotorik und schwere sensomotorische Ausfälle, die ein normales Leben unmöglich machen. Er fordert Schadensersatz und Schmerzensgeld. Doch die Klinik weist jede Schuld von sich. Stefan G. ist verzweifelt – das finanzielle Risiko einer Klage kann er alleine nicht stemmen. Sein Anwalt rät ihm, die Sache der LEGIAL AG zu übergeben. Nach eingehender Prüfung des aussichtsreichen Falles übernimmt das Unternehmen die Finanzierung der Prozesskosten.

Behandlungsfehler?

Ein Gutachter gibt Stefan G. schließlich recht: Gerade bei Patienten mit einem Morbus Bechterew ist Röntgen allein – aufgrund der Wirbelsäulendeformierung – meistens unzureichend: Eine gründliche, radiologische Untersuchung wurde viel zu spät angeordnet und das, obwohl der Patient bereits neurologische Ausfälle hatte.

Stefan G. und die Klinik einigen sich schließlich auf einen Vergleich in sechsstelliger Höhe.

Erscheinungsdatum: 19.07.2012
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