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Erste Mediation erfolgreich abgeschlossen.

Für das kleine Lebensmittelunternehmen Lecker war es schon immer wichtig, Kundenbeziehungen zu pflegen und mit anderen Unternehmen – dort, wo es Sinn macht – zusammenzuarbeiten. Doch manchmal kann das auch ziemlich danebengehen.

Eines Tages schließt Lecker mit dem wesentlich größeren Lebensmittelproduzenten M. einen Kooperationsvertrag. In erster Linie soll er für M. Lebensmittel in den neuen Bundesländern ausliefern, der auch Kunden des kleinen Produzenten übernimmt. Dafür garantiert M. Lecker eine Mindestauslastung seiner Produktionskapazität. Wird diese jährliche Auslastung nicht erreicht, erhält Lecker ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht.

David gegen Goliath.

Nach nur eineinhalb Jahren Geschäftsbeziehung nimmt M. Lecker die garantierte Menge nicht mehr ab. Zwar verspricht er immer wieder, die Auslastung zu erhöhen, doch auch in den Folgejahren passiert nichts. Bis 2011 ergibt sich für Lecker daraus ein Verlust von über 600.000 Euro, den er gegen M. nun geltend machen möchte. Denn aus seiner Sicht steht ihm nicht nur ein Kündigungsrecht zu, sondern auch ein Schadensersatz. So klagt Lecker erst einmal die entgangenen Einnahmen aus dem Jahr 2009 ein und fordert von M. knapp 78.000 Euro. Der allerdings verweigert jegliche Zahlung und spielt seine Stärke und Marktmacht gegenüber Lecker aus. Lecker möchte daraufhin auf den vollen Schadensersatzbetrag von 600.000 Euro klagen, um den Druck auf M. zu erhöhen. Alleine ist ihm das Risiko jedoch zu groß und so wendet er sich an die LEGIAL. Nach erster Würdigung erscheint den Experten der LEGIAL dieser Fall für eine Mediation geeignet, denn aufgrund der langjährigen Lieferbeziehung würde ein langwieriges Gerichtsverfahren für beide Seiten nur Nachteile bedeuten.

Reden kann Gold wert sein.

So vermittelt die LEGIAL nach Zustimmung durch die prozessführenden Anwälte den Kontakt zu einem unabhängigen Mediatoren-Netzwerk. Von dort werden den Parteien drei für die Fallkonstellation geeignete Mediatoren vorgeschlagen. M. und Lecker einigen sich auf Anhieb auf einen davon und treffen sich bald darauf in dessen Räumen. Wie vermutet, geht es dem Kläger gar nicht primär um den Schadensersatz für die Vergangenheit, sondern vielmehr um den Erhalt seines Unternehmens und die Fortführung der Geschäftsbeziehung zu M. Auch der Anspruchsgegner möchte das. Er sichert Lecker regelmäßige Lieferungen bis zum Jahr 2015 zu, die eine Grundauslastung seiner Maschinen und damit ein Verbleiben am Markt gewähren. Dank dieser schnellen Einigung muss das Gerichtsverfahren nicht mehr fortgeführt werden. Somit kam es zu einer „Win-win-win-Situation“ für alle Beteiligten: Lecker ist über die gesicherte Geschäftsbeziehung und den Erhalt seiner Existenz froh. M. muss keinen hohen Schadensersatz leisten, und die LEGIAL hat binnen kürzester Zeit und ohne großen wirtschaftlichen Aufwand ein Verfahren erfolgreich abschließen können.

Erscheinungsdatum: 29.01.2013
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