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Digitalisierung auch auf dem Deutschen Anwaltstag.

Obwohl der diesjährige Deutsche Anwaltstag über Christi Himmelfahrt stattfand, kamen rund 1.700 Teilnehmer in Essen zusammen, um sich über das auch in der Anwaltschaft omnipräsente Thema Digitalisierung auszutauschen und zu informieren. Denn das Motto des Anwaltstages 2017 lautete „Innovationen und Legal Tech“.

Zunächst begann die Tagung jedoch ganz analog mit einem Get-together am Mittwochabend, und zwar im örtlichen Landgericht. Der Essener Anwaltsverein präsentierte sich dort bodenständig mit Currywurst und frisch gezapftem Pils.

Digitaler Wandel – Artificial Intelligence – Exponentieller Fortschritt

Den offiziellen Auftakt am Donnerstagvormittag bestimmte wie stets die Zentralveranstaltung, auf welcher der Präsident des Deutschen Anwaltvereins Ulrich Schellenberg sein Grußwort an die DAT-Teilnehmer richtete. Auch der Bundesminister für Justiz und Verbraucherschutz Heiko Maas widmete sich im Anschluss dem Kernthema des diesjährigen DAT und sprach über die Notwendigkeit der Regulierung des Internets. Er erwähnte zudem sein aktuelles Gesetzesvorhaben, wonach soziale Netzwerke verpflichtet werden sollen, offenkundig strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu löschen. Der Festredner Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), mahnte nachdrücklich dazu, die Schnelligkeit des digitalen Wandels nicht zu unterschätzen. Er verglich diese mit dem Reiskorn auf dem Schachbrett…

Auch der bekannte Blogger und ZEIT-Journalist Sascha Lobo verwendete den Begriff „exponentieller Fortschritt“, als er am Freitag im Rahmen der Schwerpunktveranstaltung „Let’s talk about Tech“ teilweise verschmitzt-provozierend, teilweise sehr ernsthaft die Möglichkeiten und Risiken bei der Erhebung und Verknüpfung von Datenströmen skizzierte. Dass allgemein beliebte Postings von Essensfotos längst ausgelesen, die Bilddatei analysiert und der Kaloriengehalt sowie das Essverhalten der User ermittelt werden, war noch das harmloseste Beispiele für die allumfassende Datentransparenz.

Rechtspflege 4.0. – Brauchen wir noch Juristen?

In vielen anderen Vorträgen bzw. Workshops ging man konkret der Frage nach, welche Veränderungen auf die Anwaltschaft zukommen und wie Kanzleien darauf reagieren können. Von Arbeitserleichterungen durch elektronische Akten- und Kanzleiverwaltung über die automatische Auswertung von Dokumenten und Gerichtsentscheidungen bis hin zur automatisierten Bearbeitung einfacher bzw. Massenverfahren durch Computerprogramme präsentierte sich ein weites Spektrum.

Bei hochkomplexen Rechtsstreitigkeiten und Fallanalysen ist der Mensch der Maschine weit überlegen.

Visionäre provozierten mit der Behauptung, dass in wenigen Jahren 80 % der anwaltlichen Arbeit durch künstliche Intelligenz und über Plattformen erledigt werden könne, und Anwälte ihre Schwerpunkte in der persönlichen Beratung und Verhandlung haben werden.

Auf der begleitenden Fachmesse AdvoTec verschaffte sich LEGIAL Anwältin Birte Anderson vor allem in der neuen „Start-up-Corner“ einen ersten Einblick in das, was Legal-Tech-Startups konkret entwickeln und wo die Zukunft der Rechtsdienstleistung liegen könnte. Doch die Juristin ist überzeugt: „Bei hochkomplexen Rechtsstreitigkeiten und Fallanalysen ist der Mensch der Maschine weit überlegen, und das wird sich so schnell nicht ändern.“ Denn auch das räumen die Fachleute ein – Spracherkennung wird zwar bereits erfolgreich eingesetzt, doch wirkliches Sprachverständnis ist auch mit den besten Algorithmen auf absehbare Zeit nicht möglich.

Abgerundet wurde der Anwaltstag durch den traditionellen Begrüßungsabend des örtlichen Anwaltsvereins. Als Hauptstadt des Ruhrgebiets bot Essen den Teilnehmern des DAT mit dem Abendessen im „Colosseum“ ein echtes Denkmal der Industriekultur als Veranstaltungsort: In der ehemaligen Werkshalle der Friedrich Krupp AG wurde bis weit nach Mitternacht zu souliger Live-Musik getanzt…

LEGIAL auf dem Deutschen Anwaltstag

In den Veranstaltungen und auf der AdvoTec sowie als „Gesicht der LEGIAL Prozessfinanzierung“ in jeder Tagungstasche war Birte Anderson als Ansprechpartnerin vor Ort allgegenwärtig präsent. „Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Gespräche ich geführt und wie viele Hände ich geschüttelt habe!“ Und das will etwas heißen. Doch an eine Begegnung erinnert sie sich ganz genau: Am Stand des Rechtsportals juris traf sie erneut Bundesjustizminister Heiko Maas und konnte wie schon im letzten Jahr auch mit ihm einige Worte wechseln. „Beim Deutschen Anwaltstag trifft man einfach immer alle!“ resümiert die LEGIAL Expertin.

Erscheinungsdatum: 08.06.2017
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