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Anwaltstag diskutiert Streitkultur.

Vom 11. bis 13. Juni 2015 führte der „DAT 2015“ in Hamburg Anwaltschaft, Justiz, Politik, Wissenschaft und Presse unter dem Leitthema „Streitkultur im Wandel – Weniger Recht?“ zusammen. Die LEGIAL entpuppte sich mit ihrem Stand als wahrer Publikumsmagnet.

„Ich bin gern der Einzige, der redet – das spart Zeit und verhindert Streitereien.“

„Ich bin gern der Einzige, der redet – das spart Zeit und verhindert Streitereien.“ Der irische Schriftsteller Oscar Wilde hatte seine eigene Art, mit Streit umzugehen. Deutlich offener ging der 66. Deutsche Anwaltstag (DAT) das Thema an. Vom 11. bis 13. Juni 2015 führte der „DAT 2015“ in Hamburg Anwaltschaft, Justiz, Politik, Wissenschaft und Presse unter dem Leitthema „Streitkultur im Wandel – Weniger Recht?“ zusammen. Ob Oscar Wilde viel Freude an der Veranstaltung gehabt hätte, ist fraglich, denn der DAT erwies sich als intensiver und mitunter kontroverser Meinungsaustausch. Auch am LEGIAL Stand wurde jede Menge diskutiert und informiert – das Interesse an Prozessfinanzierung war groß.
 

Streitbare Eröffnungsveranstaltung
 

Die Eröffnungsveranstaltung befasste sich nicht nur mit Streitkultur, sie bot ihr sogar eine Plattform: Nachdem Justizminister Heiko Maas in seinem Vortrag durch Zwischenrufe unterbrochen wurde, bot der Minister den Protestierern kurzerhand die Möglichkeit, ihr mitgebrachtes Transparent mit einem Slogan gegen die Vorratsdatenspeicherung zu entrollen und dem Publikum zu präsentieren. In seiner Rede betonte er anschließend, dass der Wandel der Streitkultur nicht zu leugnen sei: Schließlich gingen die Eingangszahlen an den Zivilgerichten zurück, während die außergerichtliche Schlichtung an Bedeutung gewinnen würde. Grund zur Sorge für die deutsche Anwaltschaft sah er deswegen jedoch nicht.
 

Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz bezog sich in seiner Rede auf eine Aussage des Philosophen Immanuel Kant. Dieser schrieb von der „geselligen Geselligkeit“, die den Menschen dazu führe, die Gemeinschaft mit anderen zu suchen, sich aber dann gleich zu streiten, weil andere den Hang haben, nicht das zu machen, was man selber will. Rechtsfragen und Streitschlichtungen hätten in der Hansestadt fast immer eine internationale Dimension, in der eine kleine Formulierung große Entwicklungen ermöglichen könne.
 

Auch seine Formulierungen haben Großes bewirkt: Mit viel Engagement und außergewöhnlicher Überzeugungskraft vor Gericht hat der kämpferische Rechtsanwalt Dr. Michael Kleine-Cosack entscheidend dazu beigetragen, die Liberalisierung des anwaltlichen Berufsrechts voranzutreiben. Dafür wurde er beim DAT mit der Hans-Dahs-Plakette, der höchsten Auszeichnung der Anwaltschaft, geehrt. Außerdem verlieh der DAV seine alle zwei Jahre zu vergebenden Pressepreise.
 

Zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung hielt die frühere Richterin am Bundesverfassungsgericht und am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Dr. h.c. Renate Jaeger, ein Plädoyer für das Schlichtungswesen. Die heutige Schlichterin der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft sieht unter anderem die kurze Verfahrensdauer als Gewinn für den Verbraucher.
 

LEGIAL mit erfolgreichem Messeauftritt auf der AdvoTec
 

Die außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren von der Mediation über die Schlichtung bis hin zu den Schiedsverfahren standen auch in den folgenden beiden Tagen im Fokus zahlreicher Einzelveranstaltungen, Plenumsdiskussionen und Arbeitsgemeinschaften sowie auf der zeitgleich zum DAT stattfindenden Fachmesse „AdvoTec“. Dort konnten sich die Besucher über die neuesten Entwicklungen auf dem Rechtsmarkt informieren.
 

Besonders umtriebig ging es am Stand der LEGIAL zu: Das lag zum einen am einladenden Stand, der vom Marketing-und Veranstaltungsteam um Birte Schwab, Manuela Dietzinger und Stephanie Roeder bereits Tage zuvor mit viel Engagement und Liebe zum Detail aufgebaut worden war. Mit Charme und Know-how informierten sie die Besucher über das Leistungsangebot der LEGIAL. Aber auch der Genuss kam nicht zu kurz: Das reichhaltige Teesortiment erwies sich im Trubel rund um Gespräche zum Thema Streitkultur als Oase der Ruhe und Harmonie. Und auserwählte Pralinen und Cake-Pops sorgten dafür, dass sich der LEGIAL Stand als Publikumsmagnet auf der Messe entpuppte. „Aufgrund des Runs auf unsere Cake-Pops spielten wir zeitweise mit dem Gedanken, eine Schlichtung einzuberufen“, scherzt Marketing-Leiterin Birte Schwab.

Eine Klage kommt oftmals einem Kampf David gegen Goliath gleich.

Die LEGIAL Rechtsanwälte Birte Anderson und Wilhelm Heutz fanden kaum Zeit, sich bei einer Tasse Tee oder etwas Süßem auszuruhen: Die Nachfragen nach einem Fachgespräch mit den Prozessfinanzierungsexperten rissen einfach nicht ab. Kein Wunder: Wer sich mit Streitkultur auseinandersetzt, kommt am Thema Prozessfinanzierung nicht vorbei. Wilhelm Heutz zieht diesbezüglich folgenden Vergleich: „Eine Klage kommt oftmals einem Kampf David gegen Goliath gleich – allerdings hält die Prozessfinanzierung für den Anwalt und seinen Mandanten mehr als nur einmalig eine Steinschleuder bereit.“ Die Besucher interessierten sich besonders dafür, wie es der LEGIAL gelingt, Chancengleichheit vor Gericht zu schaffen.
 

Auch in außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren kann die Prozessfinanzierung eine wichtige Rolle spielen. Beispiel Mediation: Der Grundgedanke der Mediation ist die Einbindung eines neutralen Dritten, der die Parteien auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung unterstützt. Der Grundgedanke der Prozessfinanzierung ist es, aussichtsreiche Ansprüche durchzusetzen, die ohne finanzielle Unterstützung nicht geltend gemacht werden können. „Als Prozessfinanzierer sind wir an einer schnellen und risikoarmen Lösung eines Konflikts interessiert, wobei es zweitrangig ist, ob dies mittels Streitentscheidung oder Streitbeilegung stattfindet“, erklärt Birte Anderson, die unter anderem auf Mediationsverfahren spezialisiert ist. Der DAT habe verdeutlicht, dass der moderne Mandant von seinem Anwalt eine fundierte Beratung im Hinblick auf alternative Möglichkeiten der Streitbeilegungen erwartet – genauso wie zu Fragen der Prozessfinanzierung.
 

Die LEGIAL blickt auf einen sehr erfolgreichen Messeauftritt zurück, bei der die Vertreter des Unternehmens in einen regen und anspruchsvollen Austausch mit dem Fachpublikum treten konnten. In den Gesprächen ging es auch darum, wie sich Streitigkeiten beilegen oder vermeiden lassen. Insofern hätte der DAT Oscar Wilde vielleicht doch gefallen.

Erscheinungsdatum: 26.06.2015
Autor: Christian Huber
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